HSG Verden-Aller Nachwuchs sichert sich zwei Startplätze bei Deutscher Jugendmeisterschaft im Beachhandball
Nur zu gerne hätten die Spielerinnen der weiblichen A-Jugend der HSG Verden-Aller am Finalsonntag der Beachhandball das Siegershirt in empfang genommen. Doch daraus wurde nichts. Denkbar knapp verpassten die Beachhandballerinnen bei der Norddeutschen Meisterschaft in Cuxhaven den großen Coup. Letztlich kam das Team um die Verdener Nationalspielerin Paula Binder, auf einem beachtlichen zweiten Rang ins Ziel. Allerdings stimmte zumindest der Erfolg um die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft versöhnlich. Mit einer 1:2-Sätzen (16:18, 17:16, 6:7 im Shoot-Out) Niederlage schaffte die Mannschaft von Juri Wolkow den verdienten zweiten Platz (im ersten Shoot Out im Turnierverlauf). Aber so ist der Handball am Strand, wo Nuancen über den Ausgang entscheiden können. 

Der männliche Nachwuchs der B-Jugend ging gleich mit zwei Teams an den Start. 
Während die Reserve mit Rang 7 zufrieden geben musste, konnte sich die Erstbesetzung bis ins Halbfinale durchschlagen, welches jedoch klar in zwei Sätzen an die Gegner aus Bremen ging. Im Spiel um Platz drei ging es gegen die Mannschaft aus Schiffdorf doch in der Vorrunde zwar noch ihre Findungsphase hatte, jedoch im kleinen Finale gleich den ersten Satz für sich entschieden. So mussten sich die Jungs von der Aller ganz schön Strecken, um sich über den zweiten Satz ins Shoot Out zu retten. Und so kam es, dass Jannis Küker mit der letzten Aktion traf und seiner Mannschaft den dritten Satz sicherte. Das weckte die Vorfreude auf mehr, vorallem beim Torhüter Tobias Malz, der über sich hinauswuchs und dafür sorgte, dass kein Ball der Gegner im Shoot Out den Weg ins Ziel fand. Zielstrebig holten sich die unter Wolkow geführten Bechhandballer den dritten Platz im Shoot Out und damit das Ticket für die Deutsche Meisterschaft im eigenen Sand vom 12.-14.08. am Beachplatz am Hexenmoor in Eitze.

Zum Abschluss sorgte sich die weibliche B-Jugend für einen würdigen Abschluss. 
Nach einem durchwachsenen Turnier aber mit viel Spaß und Freude am Sport im Sand konnte das Team von Anali Olivero den 6 Platz erreichen. Der HSG Jugend konnte wieder ein Event geboten werden und welches sie so schnell nicht vergessen werden und das ist die Hauptsache, freut sich Frank Sandering für seinen männlichen Nachwuchs.




Beachhandball: In Verden messen sich Mitte August die besten Jugendteams der Republik

Bereits im vergangenen Jahr stand die HSG Verden-Aller als Ausrichter für die Deutschen Meisterschaften der männlichen und weiblichen Jugend im Beachhandball in den Startlöchern. Corona erwies sich 2021 jedoch als Spielverderber. Der Deutsche-Handball-Bund (DHB) musste das Event absagen. In diesem Jahr stehen die Zeichen besser: Vom 12. bis 14. August sollen die nationalen Titelkämpfe der Sandvariante für den U16- und U18-Nachwuchs auf der Beachanlage „Hexenmoor“ in Verden-Eitze über die Bühne gehen. „Die Anmeldefrist läuft noch bis zum 20. Juli. Aktuell haben sechs Mannschaften fest zugesagt. Aktuell sieht es aber sehr gut“, sendet Fynn Mosel dem Organteam um HSG-Jugendwart Juri Wolkow positive Signale. Der gebürtige Oytener ist auf der Geschäftsstelle des DHB in Dortmund unter anderem für die Organisation der Titelkämpfe in seinem Heimatkreis verantwortlich.

„Die Planung sieht vor, dass insgesamt 26 Mannschaften für die A- und B-Jugend männlich sowie weiblich anreisen. Es werden Vereinsmannschaften sowie Landesverbände vertreten sein, weil gleichzeitig die Sichtung für die Nationalmannschaft stattfinden soll. Bisher steht der Modus nicht final fest, jedoch wird es wohl bei der B-Jugend zu je zwei Vierergruppen kommen und in der A-Jugend zu je einer Vierergruppe“, verdeutlicht Juri Wolkow. Teams aus Hamburg und Bremen sowie Niederrhein, Berlin und Hessen hätten bisher Interesse bekundet, ergänzt der Jugendwart der Domstädter. Ob Handball aus Bayern und Baden-Württemberg dabei sein werden, müsse sich noch herausstellen.Unter den Teilnehmern werden sich mit der weiblichen Jugend A und männlichen Jugend B der HSG Verden-Aller auch zwei Vertretungen des Veranstalters tummeln. Beide Mannschaften aus der Allerstadt haben sich das Ticket für das Heimevent Anfang Juni bei den Niedersachsen-Meisterschaften im Beachhandball in Cuxhaven-Duhnen gesichert. Die HSG Verden-Aller wird dann für Niedersachsen an den Start gehen.Aktuell bringen viele ehrenamtlichen Helfer die Anlage für einen reibungslosen Ablauf in Schuss. Ob die aktuelle Bachhandball-Handballnationalspielerin Jette Dudda für die Jugend-DM in ihre Heimatstadt zurückkehrt, ist noch nicht entschieden. Bei der U18-Weltmeisterschaft in Heraklion (Kreta) landete die in der Halle seit zwei Jahren für den Thüringer HC auflaufende 17-Jährige mit dem DHB-Team unlängst auf Platz sieben (wir berichteten). „Wenn Jette die Freigabe von ihrer Trainerin Lydia Jakubisova erhält, dann würde sie für die HSG Verden-Aller auflaufen“, erklärte Ulfert Dudda.Eine Woche vorher könnte es für die Schülerin am Pierre-de-Coubertin-Gymnasium Erfurt auch bereits in den Norden gehen: Bei der Deutschen Meisterschaft der Senioren in Cuxhaven (5. bis 8. August) ist Jette Dudda für das Team Unicorns Hannover eingeplant. Derweil steht mit Paula Binder das nächste HSG-Talent vor ihrer Premiere im Nationaltrikot. Die 16-jährige wurde von DHB-Trainer Frowin Fasold für die Europameisterschaftsendrunde der U16 (7. bis 10. Juli) in Prag nominiert.

Quelle: Verdener Nachrichten, Jürgen Prütt


Beachhandball, Deutsche Jugendmeisterschaft, Verden – dieser wohlklingende Dreiklang wird im August auf der Anlage der HSG Verden-Aller zu vernehmen sein.
Im vergangenen Jahr wurden die Jugend-DM im Beachhandball aufgrund der Corona-Pandemie noch gestrichen. Aber jetzt wird der Traum der Allerstädter endlich wahr und die nationale Elite gibt sich in Verden ein Stelldichein. Vom 12. bis 14. August finden die Titelkämpfe der U16 und U18 der Mädchen und Jungen auf der neu geschaffenen Beachanlage „Hexenmoor“ in Eitze statt. „Das wir nach mehr als zwei Jahren des Wartens die DM nun endlich in Verden erleben dürfen, ist eine wunderbare Aussicht“, lässt Niels Blatt, der an der Planung sowie am Bau der Anlage maßgeblich beteiligt war, voller Vorfreude wissen.

26 Mannschaften aus allen Teilen Deutschlands werden um die Meistertitel streiten. Juri Wolkow, Verantwortlicher für die Auswahlmannschaft von Niedersachsen und Mitglied des Verdener Orga-Teams, ist gespannt wie ein Flitzebogen und hat große Pläne. „Wir werden für die aktiven Teilnehmer ein ebenso stimmungsvolles wie professionelles Umfeld schaffen. Die Zuschauer können sich auf jeden Fall auf Spitzensport freuen“, lässt Wolkow wissen. Und das aus gutem Grund. Zahlreiche Nationalspieler, mischen im Verdener Ortsteil Eitze mit und stellen dort ihr Können unter Beweis. Ihre Beachteams mit meist kreativen Namen, sorgen für Farbtupfer bei hoffentlich guten äußeren Bedingungen.

Ist möglicherweise ein Bild von 1 Person, Kind, steht und außen

Über die Teilnahme der 17-jährigen Jette Dudda, die aus der erfolgreichen HSG-Nachwuchsarbeit stammt und gerade mit dem siebten Platz im Gepäck von der U18-Weltmeisterschaft auf Kreta zurückgekehrt ist, ist noch nicht final entschieden. Das letzte Wort liegt da bei ihrer Drittligatrainerin Lydia Jakubisova vom Thüringer HC II. Definitiv dabei ist jedoch die 16-jährige Paula Binder vom Gastgeber HSG Verden-Aller, die auch in gut zwei Wochen den Bundesadler auf dem Trikot trägt. Die junge Handballerin ist für die Europameisterschaft der U16 (7. bis 10. Juli) in Prag nominiert. Das steht bei Binder ganz dick im Terminkalender. Doch zunächst gilt ihre ganze Konzentration dem Ereignis in ihrer Heimatstadt.
Sollte die Beachhandball-DM den Erwartungen standhalten, hätte sich die Anlage in Verden-Eitze schon mal als Standort bewährt, sodass sich die HSG für künftige Veranstaltungen schon mal einen guten Ruf verschaffen könnte. Die ehrenamtlichen Helfer bringen die Anlage aktuell für die DM in Schuss und geben alles, um logistische sowie organisatorische Unwägbarkeiten bereits im Vorfeld zu vermeiden. Das gesamte Orga-Team wirft alles in die Waagschale, um für das Riesenevent an der Aller einen reibungslosen Ablauf zu garantieren. Zumal die Verdener damit das fortsetzen, was unter Frank Sandering als Fun-Veranstaltung in Cuxhaven begonnen hatte. Mittlerweile ist Beachhandball zu einem ambitionierten Sommerevent mit internationalen Anstrich gereift.

Der Vertrag besiegelt die Zusammenarbeit der Schule mit der HSG Verden. Katja Kimmig, Gerd Luttmann, Sahra Morgenstern und Holger Badenhoop (v.l.) freuen sich über die gelungene Kooperation.
Der Vertrag besiegelt die Zusammenarbeit der Schule mit der HSG Verden. Katja Kimmig, Gerd Luttmann, Sahra Morgenstern und Holger Badenhoop (v.l.) freuen sich über die gelungene Kooperation. © Haubrock-Kriedel

Mittlerweile verrichten fünf junge Menschen einen Freiwilligendienst in der Grundschule am Sachsenhain in Verden-Dauelsen. Neuestes Teammitglied ist die 19-jährige Sahra Morgenstern. An der Schule verbringt sie aber nur einen Teil ihrer Zeit, die andere Hälfte fungiert sie als Trainerassistenz bei der HSG Verden.
Verden-Dauelsen – Sahra Morgenstern ist die fünfte FSJ-Mitarbeiterin, die in diesem Schuljahr an der Grundschule am Sachsenhain arbeitet. Mitte Oktober trat die Verdenerin ihren Dienst an. Das Besondere ist, dass der Schwerpunkt ihrer Arbeit im Bereich Sport liegt. Ermöglicht wurde die Besetzung dieser Stelle durch die finanzielle Unterstützung des Heimatvereins Dauelsen-Halsetal sowie die Zusammenarbeit mit dem Handballverein HSG Verden-Aller.
„Wir freuen uns wirklich außerordentlich, Sahra als FSJ-Mitarbeiterin an unserer Schule zu haben. Mit ihrem sportlichen Hintergrund ergänzt sie das Team prima. Ohne die Unterstützung des Heimatvereins wäre das nicht möglich gewesen“, so die kommissarische Schulleiterin Katja Kimmig.
Sahra Morgenstern arbeitet 19 Stunden in der Woche an der Grundschule am Sachsenhain. Ihre Hauptaufgabe ist, die Kinder zu motivieren, sich ausreichend zu bewegen. Die junge Frau bietet vor allem nachmittags sportliche Aktivitäten auf dem Schulhof und in der Sporthalle an.
Auch Grazyna Listewnik, Leiterin des Ganztagsteams ist froh über die tatkräftige Unterstützung durch Sahra Morgenstern. „Die Kinder waren gerade in der Coronazeit in der Bewegung sehr eingeschränkt. Das merkt man vor allem bei den Schulanfängern, aber auch bei den älteren Kindern.“ Bei den ersten beiden Klassen sind Sahras Angebote zweimal in der Woche fest eingeplant. Auch die dritten und vierten Klassen profitieren von dem zusätzlichen Sportangebot.
Die anderen 19 Stunden ihres Freiwilligendienstes leistet die 19-Jährige bei der HSG Verden-Aller ab. Neben der Mithilfe, Assistenz und Leitung von Übungsgruppen mit den Vereinstrainern, verbunden mit gründlicher Vor- und Nachbereitung der Übungsstunden, bereitet sich Sahra auf den Erwerb der Übungsleiter C-Lizenz im Bereich Breitensport vor.
Die Arbeit als Trainerin ist für die aktive Handballspielerin Neuland. „Es gefällt mir aber sehr gut, einmal in den Trainerberuf hineinzuschnuppern. Ich kann viel lernen, zum Beispiel, wie man die Abläufe organisiert. Das ist auch für mein späteres Studium hilfreich“, berichtet Sahra. Sie möchte nach dem Ende ihres Freiwilligen Soziales Jahres Sportmanagement oder Sportwissenschaft studieren.
„Die Bindung an die Schulen ist eine tolle Sache. Wir hatten bislang Kooperationen mit dem Domgymnasium und der Verdener Campus Oberschule. Durch die Zusammenarbeit mit der Grundschule am Sachsenhain ergeben sich nun neue Perspektiven. Hier kann man die Kinder abholen und noch etwas bewegen, um sie für den Sport zu gewinnen“, so Holger Badenhoop von der HSG Verden-Aller.
Auch Gerd Luttmann, erster Vorsitzender des Heimatvereins Dauelsen-Halsetal, sieht die Zusammenarbeit als Beginn eines Konzeptes, das den Kindern unter Einbeziehung von Grundschulen, Vereinen und Kindergärten langfristig die Lebens- und Bewegungsfreude zurückgeben soll.„Wir sind sehr dankbar, dass mithilfe der HSG-Verden der lang gehegte Wunsch zur Stärkung der Kinder und damit auch unserer dörflichen Gemeinschaft, Fahrt aufnehmen kann, gerade in dieser schwierigen Zeit. Sahra Morgenstern ist für uns genau die Richtige, um Kindergarten, Grundschulen und Vereine zusammenzubringen“, betont Luttmann.

Quelle: Verdener Aller Zeitung vom 17.11.2021 Von Antje Haubrock-kriedel

Jetzt nimmt die HSG Verden-Aller endgültig einen wichtigen Platz auf der Landkarte des Deutschen Handball-Bundes (DHB) ein. Wie Jugendwart Juri Wolkow am Donnerstag mitteilte, darf sich sein Verein Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) des DHB nennen.

Coach Sascha Kunze von der HSG Verden-Aller.
Als B-Lizenz-Inhaber erfüllt Coach Sascha Kunze eine NLZ-Voraussetzung.

Bereits am 18. Mai hatte der Verband ein Schreiben geschickt, in dem mitgeteilt wurde, dass die erforderlichen fünf Kriterien als erfüllt angesehen wurden. Der für die Allerstädter so wichtige Brief sei von Mark Schober (Vorstandsvorsitzender DHB) sowie von Axel Kromer (Vorstand Sport) unterzeichnet worden. „Eine Voraussetzung war die Teilnahme an einem bundesweiten Wettbewerb. Mit der Vorbereitung auf die Aufstiegsrunde zur A-Jugend-Bundesliga hat sich die Mannschaft trotz der Corona-Pandemie die Erlaubnis zum Training erworben. Und mit der Qualifikation für die Beletage war dann auch das entscheidende Kriterium erfüllt“, berichtet Wolkow, der bereits seit 2014 als Jugendwart bei der Handballspielgemeinschaft am Start ist.
Dass der Verdener Bundesligacoach Sascha Kunze B-Lizenz-Inhaber ist, sei eine weitere Bedingung für die Ausstellung dieses Zertifikats durch den DHB. Neben Kunze sind auch noch Wolkow selbst und Frank Sandering in Besitz der begehrten Bescheinigung. Damit die Bezeichnung NLZ vergeben werden kann, sei auch eine Mindestanforderung an Trainingshäufigkeit erforderlich – dreimal Hallentraining, dreimal Athletiktraining und zweimal Lauftraining.
Insgesamt muss eine Trainingsintensität von zwölf Stunden pro Woche erreicht werden. Auch die Einhaltung der Hygiene- und Testkonzepte des DHB während des Trainings- und Spielbetriebs ist zwingend. Der Dachverband behält sich vor, die geforderten Voraussetzungen jederzeit zu überprüfen.Wolkow zeigt sich zurecht stolz: „Für uns ist das schon eine Auszeichnung und unser Prestige steigt. Jetzt können wir uns mit dem THW Kiel oder den Rhein-Neckar Löwen vergleichen. Das ist auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung und ein Produkt unserer guten Jugendarbeit.“ Allerdings seien die Kriterien für eine Einstufung als Nachwuchsleistungszentrum etwas aufgeweicht worden und der DHB hätte die Anforderungen für Vereine durchlässiger gemacht. Um den Status eines NLZ zu erhalten, wäre der Bundesliga-Klassenerhalt enorm wichtig, wie der HSG-Jugendwart auf Nachfrage bestätigt.

Quelle: Björn Lakemann, Verdener Aller Zeitung vom 16.09.2021


Der 11. September 2021 dürfte in die Handball-Geschichte der HSG Verden-Aller eingehen. Die männliche A-Jugend der Allerstädter bestritt ihr erstes Bundesliga-Spiel und hatte den Lokalrivalen HC Bremen zu Gast. Vor über 350 Zuschauern zeigten die Hansestädter dem Team von Sascha Kunze beim 33:23 (17:9) jedoch deutlich seine Grenzen auf.
Verdens Teammanager Lars Blatt begrüßte vor Anpfiff die erwartungsfrohen Zuschauern in der Aller-Weser Halle und freute sich im früheren Verdener Handballtempel endlich wieder prächtige Stimmung zu registrieren. Seinen Appell an die Zuschauer auf den Rängen Abstand zu halten, war in den 60 Spielminuten leider auch auf dem Spielfeld erkennbar. „Im zweiten Abschnitt haben wir den Gästen einiges abverlangt. Dass wir Lehrgeld zahlen beim ersten Bundesligaauftritt, war klar. Aber mein Team hat viel umgesetzt“, ordnete Kunze die erwartbare Niederlage in der Vorrundengruppe 2 richtig ein.

Tom Lasse Blatt war gegen HC Bremen Verdens bester Angreifer mit insgesamt sieben Treffern.

Starker Keeper Niklas Kriegel
Eine halbe Stunde vor dem Anpfiff ein Schock für den Bundesliga-Neuling. Keeper Niklas Kriegel war während des Warmmachens umgeknickt. Das rief die Physiotherapeuten Maria Schläger und Jan-Eike Nienstädt auf den Plan, die Verdens Top-Keeper so weit wieder herstellten, dass dieser beim Anwurf auf der Spielfläche stand. Allein im ersten Abschnitt zauberte er sieben starke Paraden aus dem Hut und zeichnete dafür verantwortlich, dass die Bundesliga-Premiere nicht im Debakel gegen den Kandidaten für die Meisterrunde mündete. In 50 Minuten zeigte Kriegel starke zwölf Paraden.
Nach 68 Sekunden war es dem siebenfachen Torschützen Tom Lasse Blatt vorbehalten für das erste Bundesligator der HSG zu sorgen. Dann kehrte aber rasch Ernüchterung ein. Die Gäste aus dem Bremer Nachwuchsleistungszentrum gaben Kostproben ihres Könnens. Insbesondere die Aktivposten Nick Horstmann und Michel Schack wirbelten die Verdener Defensive gehörig durcheinander. Und auch Linksaußen Noah Duris, dem acht Treffer glückten, setzte beeindruckende Aktionen. Nach dem 7:13 (23.) durch Seliger gaben die Bremer nochmal Zwischengas und entschieden die Partie schon zur Pause vor – 17:9. Hinzu kam eine katastrophale Chancenverwertung, wobei die Gastgeber den HC-Torwart Moritz Schröder „zum Helden warfen“ (O-Ton Kunze). Gleich nach dem Wechsel war der Drops nach einem 3:0-Gästelauf längst gelutscht.
HSG Verden-Aller: Kriegel, Döhle; Emigholz, Jäger, Wischmann, Meierhans (1), Riechelmann, P. Seliger (2), Nowak , Langner, Bröcker (2), T. L. Blatt (7/4), Beyer (4), L. Seliger (7).

Quelle: Björn Lakemann, Verdener Aller Zeitung vom 12.09.2021


 

Die HSG Verden-Aller beteiligt sich an der Aktion „GUT DRAUF“. Ziel der Aktion ist die Förderung eines gesundes Lebensstil von Mädchen und Jungen im Alter von 5 – 18 Jahren. Die HSG Verden-Aller möchte damit dazu beitragen, dass gesundheitsbewusstes Verhalten bei ihren jungen Spotler:innen nachhaltig verankert wird. Hierzu werden die Themen gesunde Ernährung, ausreichende Bewegung und Stressregulation in den Angeboten der HSG integriert. GUT DRAUF wird von demgemeinnützigen Vereintransfer allein verantwortlich umgesetzt. Entwickelt wurde die Aktion von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).



Mit namhaften Gegnern bekommt es die A-Jugend der HSG Verden-Aller ab Sonnabend in ihrer Premierensaison der Handball-Bundesliga zu tun. „Wir wollen alles raushauen. Meine Spieler sind heiß, endlich wieder Spiele auf Wettkampfniveau bestreiten zu dürfen“, lässt Coach Sascha Kunze wissen.
Und die Konkurrenz hat in sich. Mit dem Bundesliga-Nachwuchs des THW Kiel, des HSV Hamburg und TBV Lemgo warten Hochkaräter. Auch Lokalrivale HC Bremen und Aufsteiger Ahlen sind alles andere als Fallobst für das Team vom Trainerquartett um Kunze. „Wir haben nach der erfolgreichen Qualifikation eine Menge für unseren Traum investiert. Es wäre allerdings mehr als vermessen, in der Gruppe mit sechs Teams auf die ersten beiden Plätze zu schielen“, stellt Kunze klar. Die beiden Pole-Positionen berechtigen für die Meisterrunde.

Bastian Bormann, Sascha Kunze, Lars Blatt und Sven Klassen (von links), Trainerquartett von Verden-Allers A-Jugend, im Fachgespräch.
„Was erwartet uns in der Bundesliga?“ Bastian Bormann, Sascha Kunze, Lars Blatt und Sven Klassen (von links), Trainerquartett von Verden-Allers A-Jugend, im Fachgespräch. © Lakemann

16 Teams sind im erlesenen Feld der deutschen Elite, in dem der Titel-Nachfolger für Serienmeister Füchse Berlin gesucht wird. Kunze weiß aber nur zu gut, dass auch über ein Willensleitung Berge versetzt werden können. Wie etwa durch eine famose Abwehrleistung wie gegen den Favoriten TSV Anderten aus Hannover im entscheidenden Qualifikationsspiel mit lediglich vier Gegentreffern im zweiten Abschnitt.
Am Sonnabend gleich das Derby gegen HC Bremen
Wie der Trainer schmunzelt anmerkt, hätte seine Mannschaft so richtig Bock auf die Herausforderung, die nun mal mit dem Abenteuer Bundesliga einhergeht. Beim 21:19-Auswärtscoup in der niedersächsischen Landeshauptstadt hatten die Allerstädter auch widrigsten Vorrausetzungen, wie etwa Verletzungen, getrotzt und sich den Traum erfüllt.

Tom Lasse Blatt, Handballer HSG Verden-Aller, in Aktion.Auf den Spielgestalter kommt es auch an: Tom Lasse Blatt will mit Verden-Aller die Liga rocken. © Albrecht

Als ein kleiner, überaus wertvoller, Vorteil könnte sich herausstellen, dass keiner die Mannschaft auf dem Schirm hat. Nach der überraschenden Qualifikation, bei der sich auch Elbflorenz Dresden aus der Verdener Gruppe das Ticket löste, nehmen Kunze & Co. den Sprung in die Beletage mit Volldampf in Angriff – mit den drei weiteren Trainern Lars Blatt, Sven Klaasen und Keepercoach Bastian Bormann. „Mein Team muss Schnelligkeit und Cleverness zeigen. Eine Mentalität wie beim Coup gegen Anderten ist jedoch die Grundvoraussetzung“, hofft Kunze auf die richtige Einstellung. Da muss er sich wohl kaum sorgen.
Die HSG rekrutiert sich hauptsächlich aus Spielern des jüngeren Jahrgangs 2004, der sich durch den Aufstieg in die Bundesliga das Recht erworben hat, erneut an der Qualifikation in der Spielzeit 2022/2023 teilzunehmen. Allein aus dem Torwarttrio ist einzig der überragende Niklas Kriegel in seinem ersten A-Jugendjahr, während sein Kollegen Mattis Döhle und Thorben Holle noch für die B-Jugend spielberechtigt wären und somit noch drei Jahre in der Jugend vor der Brust haben. Wenn das mal keine Perspektive ist.
Mit durchaus möglichen Erfolgen in den zwei Heimspielen gegen den Handball Sportverein Hamburg als auch im Auftaktmatch gegen den Lokalrivalen HC Bremen in der Aller-Weser Halle kann der Grundstein, wofür auch immer, gelegt werden. Dabei nehmen die Jungs um Spielgestalter Tom Lasse Blatt insbesondere das Auftakt-Derby am Sonnabend (16 Uhr) gegen den Lokalkontrahenten von der Weser in den Fokus. Kunze weiß vorm Duell mit dem Gründungsmitglied der Jugend-Bundesliga nur zu genau: „Was Besseres als Derbys gibt es einfach nicht. Der HC hat in der Hansestadt schon tolle Strukturen geschaffen. Aber davon mal abgesehen können wir in allen prickelnden Partien jede Menge lernen.“
Seine Mannschaft entstamme immer noch einem „Dorfverein“ (O-Ton Kunze) und können sich mit den strukturell völlig anders aufgestellten Teams wie dem THW, dem HSV oder auch Lemgo nicht messen. Die Fans dürfen gespannt sein, welche Fingerzeige die Jungs um Tom Lasse Blatt am Sonnabend erhalten.

Quelle: Björn Lakemann, Verdener-Aller Zeitung vom 07.09.2021