Weibliche C-Jugend - Der weiblichen C-Jugend der HSG Verden-Aller ist ein Platz in der Handball-Oberliga nicht mehr zu nehmen. Großen Anteil daran hat Trainer Ulfert Dudda.
Dass der Name HSG Verden-Aller im Spieljahr 2018/2019 bei der weiblichen Jugend C unter den 14 Teams der Oberliga auftauchen würde, damit war vor zwei Jahren nun wirklich nicht zu rechnen. Denn Mädchenhandball und die Spielgemeinschaft aus der Kreisstadt – das passte lange nicht zusammen. Kam tatsächlich ein Mädchen zum Handball, musste es notgedrungen bei den Jungs mitspielen.
Seit Dienstag ist es nun aber Fakt: Durch einen 24:18-Sieg beim Kreisrivalen TV Oyten ist der weiblichen C-Jugend von der Aller der Aufstieg in die zweigeteilte Beletage des Verbands nicht mehr zu nehmen. Da auch die gleichaltrigen Jungs bereits in der Oberliga vertreten sind, hat sich die HSG Verden-Aller in den Jahrgängen 2004 und 2005 zur klaren Nummer eins im Kreis gemausert.Bei den Mädchen ist der Aufstieg eng mit dem Namen Ulfert Dudda verbunden. Der ehemalige Regionalligaspieler des TSV Verden hatte sich zunächst an der Seite von Lars Blatt sehr erfolgreich um den männlichen Nachwuchs gekümmert. Zur Saison 2017/2018 trennte sich das Duo. Während Blatt weiterhin die Jungs begleitete, nahm sich Dudda der Mädchen an. Und auch hier stellten sich rasch Erfolge ein. „Über die Handball-AG im Domgymnasium hatten wir schnell den erhofften Zulauf“, blickt Ulfert Dudda zurück.

Die weibliche C-Jugend der HSG Verden-Aller hat mit einem 24:18-Erfolg beim TV Oyten den Aufstieg in die Oberliga perfekt gemacht.

Und auch sportlich nahm das Projekt Mädchenhandball Fahrt auf. Nach Platz fünf in der Regionsoberliga in der Saison 2017/2018 gelang im Sommer die Qualifikation zur Vorrunde der Oberliga. In dieser werden zunächst in sieben Staffeln die 14 Teilnehmer an der Oberliga ermittelt. Nur die Mannschaften auf Platz eins und zwei erhalten das begehrte Ticket für das zweigeteilte Oberhaus. Und einer dieser Plätze ist den Talenten aus Verden mit einer Bilanz von 10:2 Punkten aus sechs Spielen seit dem Sieg in der Oytener Pestalozzihalle nicht mehr zu nehmen. Den zweiten Aufsteiger spielen am kommenden Sonnabend in der Gruppe Nordost die SG VfL Wittingen/Stöcken und der HV Lüneburg im direkten Vergleich aus.
In den Duellen mit den Top-Teams aus Bremen und Niedersachsen würde man schon das eine oder andere Mal an seine Grenzen kommen, glaubt Ulfert Dudda. Die Herausforderung nehme er aber gerne an. „Es ist doch ein schönes Erlebnis, das den Mädchen keiner mehr nehmen kann.“ Der Trainer rechnet damit, dass sein Team in die Oststaffel eingeteilt wird. Mögliche Gegner wären dort die HSG Northeim oder auch der Drittliga-Unterbau des TV Hannover-Badenstedt.Bis auf eine Ausnahme ist die Oberliga für die HSG-Mädchen absolutes Neuland. Nur Mittelspielerin und Haupttorschützin Jette Dudda ist im Vorjahr mit dem TV Oyten bereits in der Liga aufgelaufen. Möglich war das durch ein Zweitspielrecht.Der erste Spieltag in der Oberliga ist für das Wochenende 10./11. November angesetzt. In den verbleibenden Wochen dürfte vermehrt Abwehrarbeit auf der Agenda stehen. Ulfert Dudda: „Wir werden kein Spiel mit 38:34 gewinnen. Wir müssen eine gute Deckung auf die Platte bringen, dann können wir auch für die eine oder andere Überraschung sorgen.“Mit dem Aufstieg in die Oberliga hat die HSG Verden-Aller auch in der kommenden Saison einen Platz in der Vorrunde zur Oberliga sicher. Lassen Jette Dudda und Co. mindestens zwei Teams hinter sich, wäre das gleichbedeutend mit der Qualifikation zur B-Landesliga. Diese streben Ulfert Dudda und sein Co-Trainer Alexander Hagen für die nächste Spielzeit an.

 Quelle: Jürgen Prütt Aus der Verdener Nachrichten / Weser-Kurier - 17.10.2018


Handball von 10.00 bis 16.00 Uhr
Erfolgreiche Jugendtrainingswoche der HSG Verden-Aller

Das mittlerweile jährlich stattfindende Trainingswoche der Kinder- und Jugendabteilung der HSG Verden-Aller war auch in diesen Herbstferien ein voller Erfolg.
Über 60 Kinder wurden von insgesamt 13 Trainer vom 1.10. bis zum 5.10. in der Realschulhalle und Aller-Weser-Halle betreut, trainiert und motiviert. Zum zweiten Mal gab es auch Trainingseinheiten im Rahmen der Ferienaktion der Stadt Verden. Hier konnten Anfänger erste Schritte wagen und ein bisschen Handballluft schnuppern. „Wir haben neue Teammitglieder in den Jahrgängen Maxi-E-Jugend finden können, das freut uns sehr“, so Marietta Blatt und Vanessa Meyer Jugendtrainerinnen der HSG. Während am Vormittag in der Aller-Weser-Halle Basisarbeit mit den jüngsten Mädchen und Jungen betrieben wurde, kamen nachmittags und den ganzen Tag in der Realschulhalle der Jahrgang 2004/05 an die Reihe. Die männlichen Landesliga- und Oberligahandballer zeigten durch die hohe Teilnehmerzahl ihre Motivation für die laufenden Saison, während die weibliche C-Jugend intensiv auf die nächsten Spiele der Oberligaqualifikation vorbereitet wurden. Auch das Torwarttraining unter der Leistung von Tim Gronowski stand jeden Tag auf dem Programm und kam nicht zu kurz. „Alle Trainer haben ehrenamtlich ihre Ferienzeit zur Verfügung gestellt und die kleine Gebühr der Teilnehmer kommt zu 100% dem Förderverein und somit der Jugendarbeit zu Gute“, freut sich der Organisator Juri Wolkow.



Erfolgreiches KRAGE Turnier für die HSG Verden-Aller Jungs
Beim Regionsvergleichsturnier der Nord/Westauswahlmannschaften Niedersachsens in Barnstedt am 3.10.18 war die Auswahl (KRAGE) aus dem Bremer Umland sehr erfolgreich.
Alle vier Spiele konnten gewonnen werden. Im ersten Spiel wurde die Auswahl aus dem Oldenburger Münsterland deutlich mit 20:8 geschlagen. Im zweiten Spiel gegen das Team aus Ems-Jade wurde es – wie fast in jedem Jahr – knapper und man gewann 12:11. Das dritte Spiel gegen die Gastmannschaft aus Bremen ging 17:8 an die KRAGE und das letzte Spiel des Turniers gegen Bentheim-Emsland wurde erneut deutlich mit 20:6 gewonnen. Im 13 köpfigen Kader der KRAGE standen dieses Mal 5 Talente des Jahrgangs 2005 der HSG Verden-Aller. Neben Lasse Metzing und Yago von Ahsen aus der C1 Oberligamannschaft, konnten Arne Kolja Blatt und die beiden Torhüter Thorben Holle und Marc Schöttke au dem C2 Landesligateam durchaus positive Eindrücke hinterlassen. Philipp Kaiser musste krankheitsbedingt absagen und die beiden Gastspieler der HSG aus Wümme (F.Korda und H.Dittmer) hoffen auf Einsätze im nächsten Turnier. „Wir sind stolz, die Jungs haben das gezeigt, was sie können und sie konnten wichtige Erfahrungen mitnehmen“, so die beiden mitgereisten Trainer Niels Blatt und Sven Klaasen nach acht Stunden in der Sporthalle und der Erkenntnis, dass die Arbeit der KRAGE und innerhalb der Mannschaften weiter auf dem richtigen Weg ist.




Männliche C-Jugend IIEs bleibt ein Abenteuer für die Jungs und Trainer der männlichen C-Jugend der HSG Verden -Aller. Nur knapp als Nachrücker schaffte man den Einzug in die Landesliga. Doch nun - vor der 4 wöchigen Pause im Herbst - steht man mit zwei Achtungserfolgen und 4:4 Punkten im Mittelfeld der Liga. Die ersten beiden Spiele gegen Bremervörde und Daverden gingen jeweils noch mit 14:22 verloren. Begründet durch eine ängstliche Haltung auf dem Platz und eine schlichtweg schlechte Chancenauswertung im Angriff. Doch das Spiel in Hoykenkamp brachte die Wende und den ersten Erfolg in der Landesliga. Am Samstag folgt der zweite Streich. Gegen den Lokalrivalen aus Achim-Baden gewann die Nachwuchsmannschaft aus der Allerstadt mit 28:24 und hat damit bereits zwei Gegner geschlagen, die tabellarisch vor den Verdenern stehen. Die Trainer sehen hierfür verschiedene Gründe: Zum einen steht die Defensive um Abwehrchef Arne Blatt sicherer und aggreviser, zum anderen führen im Angriff trainierte Spieleröffnungen und 1:1 Situation zum Torerfolg. "Im Kopf hat sich etwas getan bei den Jungs", so Trainer Niels Blatt. Erftreut zeigen sich die Verantwortlichen auch über die Entwicklung von Nick Volmert, der auch noch in der D-Jugend eingesetzt werden kann und über die Einbindung der Wümmer Hanke Dittmer und Filip Korda, die mit einem Zweitspielrecht für die Allerstädter auflaufen und ein Zeichen der guten Zusammenarbeit zwischen den Trainern der beiden Teams sind." Es werden auch noch deftige Niederlage folgen", so vermutet Niels Blatt, "aber im Grunde können wir jetzt schon sagen: Für die Jungs ist es richtig gewesen, in die Landesliga zu gehen."


Männliche C-Jugend I - In einer spannenden Partie der Handball-Oberliga musste sich die männliche C-Jugend der HSG Verden-Aller in eigener Halle dem Mitfavoriten um den Meistertitel, Northeimer HC, knapp mit 27:28 (18:19) geschlagen geben. „Wir können mithalten. Am Ende fehlte das Quäntchen Glück“, war sich Verdens Trainerduo Sven Klaasen und Lars Blatt einig. Die Entscheidung war erst in den letzten Minuten gefallen. Louis Beyer, der eine Topleistung bot und die gegnerische Abwehr wiederholt ausspielte, hatte seine Mannschaft mit seinem zehnten Treffer auf 27:28 ran gebracht. Beide Trainer nahmen jetzt noch eine Auszeit. Die Gastgeber waren 14 Sekunden vor dem Abpfiff noch in Ballbesitz, konnten die Kugel jedoch nicht mehr im gegnerischen Tor unterbringen. Den besseren Start in die Begegnung hatten die körperlich überlegenen Gäste. Sie zogen in dem schnellen Spiel auf 7:2 (8.) weg. Verden leistete sich zu viele technische Fehler und brachte so den Gegner immer wieder in Ballbesitz. Das änderte sich nach einem Time Out. In der 19. Minute fiel der 13:13 Ausgleich. Die Heimmannschaft war wieder im Spiel. In den zweiten 25 Minuten blieb die Begegnung weiter auf hohem Niveau. Keine Mannschaft konnte sich entscheidende Vorteile verschaffen. Northeim legte immer vor. Verden hätte nach dem 26:27 Rückstand (45.) erneut die Chance zum Ausgleich gehabt, konnte jedoch den Siebenmeter nicht verwandeln. Die Gäste erhöhen vor der Schlussphase im Gegenzug die Tordifferenz auf zwei Treffer. Für beiden Mannschaften schließt sich jetzt eine Spielpause von knapp vier Wochen an.
Tore HSG Verden-Aller:Yago von Ahsen (2), Ben Melches (4/3), Nick Jäger (1), Tom Lasse Blatt (2), Niklas Nowak (8), Louis Beyer (10).

Quelle: Gunther Bosselmann Aus der Verdener-Aller-Zeitung / Mediengruppe Kreiszeitung - 23.09.2018



Männliche A-Jugend - In Spitzenspiel der Handball-Landesliga unterlag die männliche A-Jugend der HSG Verden-Aller vor eigenem Publikum dem ungeschlagenen Tabellenführer TuS Jahn Hollenstedt mit 32:37 (16:21). Die Zuschauer sahen zwei unterschiedliche Hälften der spannenden Partie. Die Gastgeber lagen in den ersten 30 Minuten immer im Rückstand. „Wir haben zu undiszipliniert abgeschlossen“, sah Trainer Juri Wolkow den Grund. Sein Team lag schnell mit 1:5 (5.) zurück. Durch einen kurzen Zwischenspurt konnte der Rückstand auf 7:9 (11.) verringert werden. Die Gäste fanden jedoch wieder zu ihrem Spiel und bauten bis zum Seitenwechsel den Vorsprung auf fünf Tore aus. Die Heimmannschaft startete gut in den zweiten Durchgang und kämpfte sich wieder ran. Torwart Tim Erasmie parierte fünf schwere Bälle und der Angriff machte durch sechs Tore in Folge und dadurch aus dem Rückstand eine 22:21 Führung (37.). Bis zum 28:28 (51.) gelang es keiner Sieben sich abzusetzen. Es blieb auch weiter eng. Die Gäste legten vor, Verden konterte. Es gelang allerdings nicht mehr zum Einstand zu kommen. „Wir mussten in den Schlussminuten erneut in Unterzahl spielen“, sagte Verdens Trainer. Seine Mannschaft hatte insgesamt sieben Zeitstrafen kassiert, der Gegner lediglich drei. Durch vier Treffer in Folge in den letzten drei Spielminuten wurde der Sieg der Gäste doch noch deutlich.

Tore HSG Verden-AllerJonas Lohmann (2), Niklas Trumpke (1), Jan Thies (2), Lukas Potthoff (2), Lennat Fettin (13/1), Tim Intemann (6), Jannik Rosilius (6).

Quelle: Gunther Bosselmann Aus der Verdener-Aller-Zeitung / Mediengruppe Kreiszeitung - 23.09.2018


Männliche C-Jugend 1Die männliche C-Jugend der HSG Verden-Aller musste beim TSV Burgdorf die erste Niederlage in der Handball-Oberliga hinnehmen. Die von Sven Klaasen und Lars Blatt trainierte unterlag klar mit 15:29 (8:12). „Wir haben uns unter Wert verkauft. Die körperliche Präsenz des Gegners hat uns den Schneid abgekauft“, war sich das Trainerduo einig. Lediglich in den ersten zehn Spielminuten, hier stand es 4:4, konnten die Gäste mithalten. Dann zog Burgdorf bis zur Halbzeit auf 12:8 weg. „Wir haben unsere Chancen nicht genutzt, technische Fehler gemacht und einfache Tore kassiert“, stellte Sven Klaasen fest. Die Gäste verschliefen die ersten zehn Minuten der zweiten Hälfte. Die Gastgeber nutzen das aus und bauten den Vorsprung auf 19:9 aus. Verden hielt danach dagegen. Allerdings konnte die Tordifferenz nicht verringert werden. Gegen Ende der Partie wurde das Spiel der Gäste wieder fehlerhaft. Der Zugriff zur Partie war weg, sodass Burgdorf es leicht hatte, den Vorsprung auf 14 Treffer zu erhöhen.

Quelle: Gunther Bosselmann Aus der Verdener-Aller-Zeitung / Mediengruppe Kreiszeitung - 18.09.2018


Bundestrainer Christian Prokop hat ein Training der männlichen Jugend C der HSG Verden/Aller geleitet. Und das vor reichlich Zuschauern. 

Viola Heinzen

Wohl noch nie ist ein Training der HSG Verden/Aller derart gut besucht gewesen. Es füllte sich gleich ein gesamter Tribünenabschnitt in der Verdener Aller-Weser-Halle und es gibt nur wenige Vereinsmitglieder, die sich am Donnerstag nicht zur 90-minütigen-Trainingseinheit der männlichen Jugend C eingefunden hatten. Dabei pilgerte ein Großteil wegen einer ganz bestimmten Person in die Halle: Christian Prokop, der Handball-Bundestrainer. Der 40-Jährige, der momentan mitten in den Vorbereitungen auf die Heim-Weltmeisterschaft steckt, übernahm für einen Abend die Leitung des Verdener Oberliga-Teams – dies war die Belohnung für den kreativsten Beitrag im Rahmen eines Gewinnspiels der Unternehmen Victus und Handballmeister.

Wenngleich der Bundestrainer diesen Termin zwischen seinen Vereinsbesuchen packte, zeigte er sich in Verden sehr gut vorbereitet. Einem telefonischen Austausch mit den HSG-Trainern Lars Blatt und Sven Klaasen folgte ein perfekt durchgeplantes Training. Die Umstellung, statt für die Herren-Nationalmannschaft eine Einheit für die Verdener Junioren durchzuführen, fiel Prokop leicht. Er beschrieb: „Das war nicht schwer. Da gibt es auch nicht den großen Unterschied – bei den Herren ist natürlich eine größere Dynamik und Athletik vorhanden.“ Seine Professionalität beeindruckte. „Er hat das ernst genommen. Das war wirklich toll“, sagte Lars Blatt.Das Trainerduo blickte natürlich auch gespannt auf die strukturierte Einheit, wird zukünftig das eine oder andere selbst anwenden. „Wir haben natürlich etwas mitgenommen“, meinte Klaasen. Beide sind hierbei auch gut beraten. Die Einheit, die Prokop auf die Beine stellte, war ziemlich erstaunlich. Immer wieder bauten einzelne Übungen aufeinander auf, nach und nach brachte der Bundestrainer eine für ihn fremde Mannschaft ins Laufen. In der Konsequenz führte das zu einer überaus intensiven Einheit mit vielen interessanten Wettkämpfen für die Verdener Handballer. Das hohe Engagement der Jugendlichen trug sein Übriges zu gelungenen 90 Minuten bei. Diese Anstrengungen kennen die HSG-Sportler. Sie sind es gewohnt, gefordert zu werden. „In der Oberliga musst du eine hohe Intensität im Training haben“, berichtete Klaasen. Dennoch, sagte der 14 Jahre alte Bela Schiffner, war Prokops Einheit eine Veränderung für die Handballer. „Das war mal was anderes. Er wendet andere Trainingsmethoden an“, sagte der Schüler des Dom-Gymnasiums in Verden.

Dieses Erlebnis bedeutete Schiffner sowie seinen Teamkollegen sehr viel. Sein Coach Klaasen beschrieb es mit dem Wort „Sensation“. Und das trifft es ganz gut. „Ich war schon ziemlich aufgeregt. Das hat sich dann aber schnell gelegt. Der Bundestrainer hat eine sehr heimische Stimmung vermittelt“, erzählte Schiffner mit der Autogrammkarte des 40-Jährigen in der Hand. Das stimmte auch mit der Realität überein. Prokop ließ zu keinem Zeitpunkt den Eindruck entstehen, es handele sich für ihn um einen Pflichttermin. „Er war sehr authentisch, sehr nah“, lobte Blatt.

In der Tat gab der Handball-Bundestrainer ein überaus sympathisches Bild ab. Der Besuch sollte für ihn eben auch der Zweck sein, den Verdener Handballern etwas beizubringen. Demnach wählte er viel Kommunikation während der kompletten Einheit – korrigierte, wenn ihm etwas verbesserungswürdig erschien und machte Komplimente, wenn etwas gut aussah. In diesem Zusammenhang benutzte Prokop auch häufiger die direkte Ansprache, nannte die Verdener Akteure häufiger beim Namen.Diese Nähe behielt er auch nach dem Training bei, als er der Mannschaft und Presse zu weiteren Fragen zur Verfügung stand. Er nahm sich zudem die Zeit, die vielen Autogrammwünsche des Teams und den Besuchern der Halle zu erfüllen. Dem Klub und speziell der Mannschaft bescheinigte er ein hohes Niveau: „Was an Begeisterung, Ehrgeiz und Freude rübergekommen ist, gibt einem viel Energie. Da sind schnelle Spieler mit unheimlich viel Talent dabei. Für mich war das ein schöner Zwischenstopp zwischen den Vereinsbesuchen. Mir hat es hier sehr gut gefallen, hier wird tolle Arbeit geleistet.“Im Sitzkreis nach dem Training ermutigte er die Verdener Talente, weiter engagiert am Ball zu bleiben. An seinem eigenen Beispiel zeigte er auf, dass der Weg von unten nach oben definitiv möglich ist. Klaasen glaubt, die Handballer schöpfen aus seinen Worten weiteren Ansporn. „Das ist eine sehr schöne Bestätigung für die Kinder.“, sagt er und glaubt an einen „gewissen Motivationskick“ für das Spitzenspiel am Sonntag um 13.15 Uhr. Da tritt der Zweite der Oberliga am dritten Spieltag beim Spitzenreiter TSV Burgdorf an. Dann ist wieder Alltag bei der männlichen Jugend C der HSG Verden/Aller angesagt.

Quelle: Nico Brunetti Aus der Verdener Nachrichten / Weser-Kurier - 16.09.2018