Verden-Aller fegt Achim/Baden II mit 45:35 aus der Halle

1. Herren - An den 7. Dezember 2019 wird sich Handball-Landesligist HSG Verden-Aller noch lange erinnern. Denn gleich mit 45:35 (23:17) fertigte das Team von Trainer Sascha Kunze den Lokalrivalen SG Achim/Baden II ab. Und das völlig verdient, wie SG-Übungsleiter Florian Schacht anerkennen musste: „Bis heute hatte ich gedacht, dass Handball ein Kontaktsport ist. Aber das war von meinen Jungs nicht zu sehen. Die Verdener haben es indes richtig gut gemacht.“ Kunze, der auf Sascha Genee (Wurfarmprobleme) verzichten musste, schmunzelte: „Eine unfassbare Teamleistung. Und das Ergebnis spricht für sich. Meine Jungs hatten richtig Bock.“ Auch HSG-Keeper Bastian Bormann, der nur bei einem Siebenmeter für Tim Gronowski Platz machte, war hin und weg: „Eine geile Mannschaftsleistung. Mehr gibt es nicht zu sagen.“
Am Ende fielen unfassbare 80 Tore, obwohl der Torreigen erst nach sechs Minuten Fahrt aufgenommen hatte. Marc Schwittek traf zum 1:0 für den Gast von der Weser. Es sollte die einzige Führung bleiben, wobei Sören Meier per Siebenmeter für die SG-Reserve auf 5:6 (12.) verkürzte. In der Folge appellierte Verdens Trainer immer wieder an die Spielfreude seine Mannschaft. Und die tat ihm den Gefallen. Nach der 10:5-Führung (15.) der HSG reichte es Schacht – Auszeit. „Ihr macht gar nichts“, polterte der SG-Coach. Aber auch das änderte nichts, da sein Team völlig neben der Spur war. In der 22. Minute hieß es nach einem Treffer des zehnfachen Feldtorschützen Tobias Albert 9:17. Einen kuriosen Treffer erzielte HSG-Linksaußen Glenn Rades, der einen aus dem Kreis herausgeboxten Ball von Juri Wolkow ins leere SG-Gehäuse einwarf – 23:15 (29.).

Und wieder einmal kommt Verden-Allers Tobias Albert gegen SG-Torhüter Hendrik Obermeyer völlig frei zum Wurf. © Wächter

Im zweiten Abschnitt war es an Tobias Albert, seinem Team mit dem Treffer zum 30:20 (36.) eine Kiste Gerstensaft zu bescheren. Im weiteren Verlauf zogen sich vermehrt die Unparteiischen Eike Julian und Leon Friemert den Unmut der Gäste zu. Als Marico Dumke für ein Foul an Uli Mattfeldt eine Zeitstrafe aufgebrummt bekam, haderte er: „Wenn der so leicht fällt, kann er auch zum Ballett gehen.“ Das Kind war für die Oberligareserve freilich schon längst in den Brunnen gefallen. Acht Minuten vor dem Ende trug sich auch HSG-Keeper Bastian Bormann in die Torschützenliste seines Teams ein, als er das Spielgerät über das ganze Feld im SG-Kasten zum 42:30 (52.) versenkte.
Tore HSG Verden-Aller: Schaffeld (11/3), Albert (10), Rades (8), Rosilius (7), Härthe (6), Wolkow (1), Mattfeldt (1), Bormann (1).

Quelle: Björn Lakemann Aus der Verdener-Aller-Zeitung / Mediengruppe Kreiszeitung - 08.12.2019