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Prokop in Verden

Bundestrainer Christian Prokop hat ein Training der männlichen Jugend C der HSG Verden/Aller geleitet. Und das vor reichlich Zuschauern. 

Viola Heinzen

Wohl noch nie ist ein Training der HSG Verden/Aller derart gut besucht gewesen. Es füllte sich gleich ein gesamter Tribünenabschnitt in der Verdener Aller-Weser-Halle und es gibt nur wenige Vereinsmitglieder, die sich am Donnerstag nicht zur 90-minütigen-Trainingseinheit der männlichen Jugend C eingefunden hatten. Dabei pilgerte ein Großteil wegen einer ganz bestimmten Person in die Halle: Christian Prokop, der Handball-Bundestrainer. Der 40-Jährige, der momentan mitten in den Vorbereitungen auf die Heim-Weltmeisterschaft steckt, übernahm für einen Abend die Leitung des Verdener Oberliga-Teams – dies war die Belohnung für den kreativsten Beitrag im Rahmen eines Gewinnspiels der Unternehmen Victus und Handballmeister.

Wenngleich der Bundestrainer diesen Termin zwischen seinen Vereinsbesuchen packte, zeigte er sich in Verden sehr gut vorbereitet. Einem telefonischen Austausch mit den HSG-Trainern Lars Blatt und Sven Klaasen folgte ein perfekt durchgeplantes Training. Die Umstellung, statt für die Herren-Nationalmannschaft eine Einheit für die Verdener Junioren durchzuführen, fiel Prokop leicht. Er beschrieb: „Das war nicht schwer. Da gibt es auch nicht den großen Unterschied – bei den Herren ist natürlich eine größere Dynamik und Athletik vorhanden.“ Seine Professionalität beeindruckte. „Er hat das ernst genommen. Das war wirklich toll“, sagte Lars Blatt.Das Trainerduo blickte natürlich auch gespannt auf die strukturierte Einheit, wird zukünftig das eine oder andere selbst anwenden. „Wir haben natürlich etwas mitgenommen“, meinte Klaasen. Beide sind hierbei auch gut beraten. Die Einheit, die Prokop auf die Beine stellte, war ziemlich erstaunlich. Immer wieder bauten einzelne Übungen aufeinander auf, nach und nach brachte der Bundestrainer eine für ihn fremde Mannschaft ins Laufen. In der Konsequenz führte das zu einer überaus intensiven Einheit mit vielen interessanten Wettkämpfen für die Verdener Handballer. Das hohe Engagement der Jugendlichen trug sein Übriges zu gelungenen 90 Minuten bei. Diese Anstrengungen kennen die HSG-Sportler. Sie sind es gewohnt, gefordert zu werden. „In der Oberliga musst du eine hohe Intensität im Training haben“, berichtete Klaasen. Dennoch, sagte der 14 Jahre alte Bela Schiffner, war Prokops Einheit eine Veränderung für die Handballer. „Das war mal was anderes. Er wendet andere Trainingsmethoden an“, sagte der Schüler des Dom-Gymnasiums in Verden.

Dieses Erlebnis bedeutete Schiffner sowie seinen Teamkollegen sehr viel. Sein Coach Klaasen beschrieb es mit dem Wort „Sensation“. Und das trifft es ganz gut. „Ich war schon ziemlich aufgeregt. Das hat sich dann aber schnell gelegt. Der Bundestrainer hat eine sehr heimische Stimmung vermittelt“, erzählte Schiffner mit der Autogrammkarte des 40-Jährigen in der Hand. Das stimmte auch mit der Realität überein. Prokop ließ zu keinem Zeitpunkt den Eindruck entstehen, es handele sich für ihn um einen Pflichttermin. „Er war sehr authentisch, sehr nah“, lobte Blatt.

In der Tat gab der Handball-Bundestrainer ein überaus sympathisches Bild ab. Der Besuch sollte für ihn eben auch der Zweck sein, den Verdener Handballern etwas beizubringen. Demnach wählte er viel Kommunikation während der kompletten Einheit – korrigierte, wenn ihm etwas verbesserungswürdig erschien und machte Komplimente, wenn etwas gut aussah. In diesem Zusammenhang benutzte Prokop auch häufiger die direkte Ansprache, nannte die Verdener Akteure häufiger beim Namen.Diese Nähe behielt er auch nach dem Training bei, als er der Mannschaft und Presse zu weiteren Fragen zur Verfügung stand. Er nahm sich zudem die Zeit, die vielen Autogrammwünsche des Teams und den Besuchern der Halle zu erfüllen. Dem Klub und speziell der Mannschaft bescheinigte er ein hohes Niveau: „Was an Begeisterung, Ehrgeiz und Freude rübergekommen ist, gibt einem viel Energie. Da sind schnelle Spieler mit unheimlich viel Talent dabei. Für mich war das ein schöner Zwischenstopp zwischen den Vereinsbesuchen. Mir hat es hier sehr gut gefallen, hier wird tolle Arbeit geleistet.“Im Sitzkreis nach dem Training ermutigte er die Verdener Talente, weiter engagiert am Ball zu bleiben. An seinem eigenen Beispiel zeigte er auf, dass der Weg von unten nach oben definitiv möglich ist. Klaasen glaubt, die Handballer schöpfen aus seinen Worten weiteren Ansporn. „Das ist eine sehr schöne Bestätigung für die Kinder.“, sagt er und glaubt an einen „gewissen Motivationskick“ für das Spitzenspiel am Sonntag um 13.15 Uhr. Da tritt der Zweite der Oberliga am dritten Spieltag beim Spitzenreiter TSV Burgdorf an. Dann ist wieder Alltag bei der männlichen Jugend C der HSG Verden/Aller angesagt.

Quelle: Nico Brunetti Aus der Verdener Nachrichten / Weser-Kurier - 16.09.2018